Dieser Kernfrage ging die dreitägige Preisträgerkonferenz der deutschen Schulakademie bei ihrem Netzwerktreffen in Erkner bei Berlin nach. Da die EKS 2012 den deutschen Schulpreis erhalten hat, gehört sie zu diesem Netzwerk. Es ist bereits Tradition, dass sich beim Treffen die neuen Preisträgerschulen mit ihren Schwerpunkten präsentieren. Den Hauptpreis gewann in der letzten Runde 2018 das Evangelische Schulzentrum Martinschule in Greifswald für ihre hervorragende Arbeit im Bereich inklusiver Bildung. Neu in der Preisträgerriege ist auch die Matthias-Claudius-Schule aus Bochum.

Die Preisträgerkonferenz dient zu allererst dem Austausch und der Kommunikation der exzellenten Schulen untereinander, wozu Workshops und Bar Camps (Diskussionsforen) Möglichkeiten bieten. Vorträge von Experten wie Axel Krommer von der Friedrich-Alexander Universität Erlangen Nürnberg zum Thema „Schule und digitale Transformation: Historisches und Aktuelles“ oder von Prof. Benjamin Jörrissen ebenfalls aus Erlangen zum Thema „Lernen und Schule in der digitalen Welt“, befassten sich mit den Aufgaben, Chancen und Herausforderungen mit denen Schule durch den digitalen Wandel konfrontiert ist.
IPads oder Tablets statt Guttenbergs Bücher? Quizlet statt eines Arbeitsblattes? BaiBoard statt Plakat? Die Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer waren sich einig, dass digitale Medien traditionelle Medien wie Bücher nicht ersetzen, sondern ergänzen sollen, aber auch nicht nur als „Werkzeug“ gesehen werden sollen. Digitale Bildung ist mehr. Sie soll Kreativität, Kommunikation, Kollaboration und kritisches Denken fördern. Kompetenzen, die im späteren Berufsleben, wie auch bei einer Podiumsdiskussion durch einen Manager von BMW bestätigt wurde, sehr wichtig sind. Aber prüfen Lehrerinnen und Lehrer diese Kompetenzen am Ende? Passen die gängigen Prüfungsformate noch zur modernen digitalen Welt?
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer vertraten einhellig die Meinung, dass digitale Medien bereits fester Bestandteil des schulischen Alltags sind und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken sind. Digitale Medien ermöglichen globale Kommunikation, Informationen in Sekundenbruchteilen oder Kollaboration in Projekten, die so vor einigen Jahren noch nicht möglich waren. Nur durch eine vernünftige Netzstruktur und eine gute technische Ausstattung können Schulen diese Möglichkeiten auch sinnvoll nutzen.

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