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Anlässlich des 125. Geburtstages von Erich Kästner, dem Namensgeber unserer Schule, fand am 23. Februar 2024 in der Schulbibliothek die Auftaktveranstaltung der Oberstufenschüler*innen statt. Die Schüler*innen haben sich in dem Projekt mit der Person Erich Kästner (1899-1974) sowie mit der Zensur und Bücherverbrennung in Bochum während des Nationalsozialismus auseinandergesetzt; dabei präsentierten sie ihre literarischen und wissenschaftlichen Projektergebnisse sowie Archivarbeiten in Kooperation mit Herrn Kriening vom Stadtarchiv Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte.

Seit August 1985 ist Erich Kästner der Schulpatron unserer Schule, die seit ihrer Gründung 1971 unpersönliche Namen wie Gesamtschule Bochum, Gesamtschule Markstr. bzw. Gesamtschule I hieß. In der am 12. September 1984 veröffentlichten Zeitungsartikel wird zu der neuen Namensgebung gesagt: „Schulpatron Erich Kästner. Dessen vielfältiges literarisches Werk, argumentierte die Schulkonferenz, bedürfe keiner Sonntagsreden, es könnte vielmehr Unterrichtsgegenstand in allen Jahrgangsstufen werden. Kästners staatsbürgerliche Größe sei gerade von jenem Rang, an dem sich Schüler und Lehrer messen lassen können.“

Erich Kästner als freier Schriftsteller musste während der Bücherverbrennung in Berlin am 10. Mai 1933 selbst zusehen, wie seine eigenen Werke verbrannt wurden. Diese und all die bekannten schrecklichen Erfahrungen und Repressalien der NS-Herrschaft bewegten die Menschen in der Nachkriegszeit dazu, die Grundrechte im Grundgesetz zu verfassen und das demokratische Deutschland aufzubauen. Der Artikel 5 des GG legitimiert daher die Meinungsfreiheit sowie die Freiheit in Kunst, Wissenschaft, Forschung und Lehre und bekräftigt im Absatz 3 ausdrücklich die Verfassungstreue. So heißt es dort: „Eine Zensur findet nicht statt. (Abs.1) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung. (Abs.3)“

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